Age : 36
Pays d'origine : Switzerland
Lieu de pratique : Switzerland
Site web : http://www.uelisteck.ch/
Ueli Steck
Son parcours
die Speed-Begehungen an den Nordwand-Klassikern Eiger, Grandes Jorasses und Matterhorn.
« 7 Stunden und 4 Minuten, die mein Leben veränderten»
Schon mit 17 Jahren beherrschte er den 9. Schwierigkeitsgrad im Klettern. Als Achtzehnjähriger
durchstieg er zum ersten Mal die Eiger-Nordwand.
2008 erhielt Steck für seine bergsteigerischen Leistungen den Eiger Award, 2009 wurde er mit dem Piolet
d‘Or ausgezeichnet, dem «Oscar des Bergsteigens», 2010 mit dem erstmals vergebenen Karl Unterkircher
Award für außergewöhnliche Alpinisten.
Son regard
Die Eisglasur ist an der dünnsten Stelle nur vier bis fünf Zentimeter dick. Hier ist das Wasser über den Fels geronnen und dann zu Eis erstarrt. Da der Fels leicht überhängt, treffe ich auf die seltene Konstellation von überhängendem Eis. Normalerweise tropft Wasser senkrecht nach unten, sodass Eisrouten maximal senkrecht sind. Hier ist das Wasser anscheinend vereist, während es langsam am Fels nach unten rann. Zwanzig Meter überhängende Eiskletterei habe ich bereits hinter mir, mit mittlerweile 700 Meter Luft unter den Steigeisen. Ich schlage das rechte Eisgerät in das fragile Gebilde über mir. Das Eis zersplittert, löst sich von der Felsoberfläche. Ich suche eine andere Stelle und schlage etwas weniger fest, um die Eiskruste nicht zu zerstören. Die Haue dringt eineinhalb Zentimeter ins Eis. Um die Spitze haben sich im Eis ein Paar Risse gebildet, aber nur an der Oberfläche. Ich ziehe am Eisgerät, es hält. Nun löse ich den linken Pickel und schlage ihn so weit wie möglich über dem rechten ein. Er sitzt beim ersten Schlag. Ich habe die Schlagkraft so gedrosselt, dass das Eis nicht zersplittert. Wenige Zentimeter unter dem Eis kann ich den orangefarbenen Granit erkennen. Die Verbindung zwischen Fels und Eis ist gut, es haben sich keine Hohlräume gebildet. Sind beide Pickel gesetzt, ziehe ich nacheinander die Füße hoch und platziere die Steigeisen an einer geeigneten Position, möglichst in eine kleine Delle. Die Oberfläche zersplittert an konkaven Stellen weniger als an konvexen, die Zacken meiner Steigeisen stecken so tiefer im Eis und geben sichereren Halt. Diesen Vorgang wiederhole ich immer wieder - ich sehe nur noch dieses Eis, bin auf die Strukturen fokussiert, Meter um Meter. Ich erkenne nur den Moment, die Pickel, die Steigeisen, bis ich die sechzig Meter hinter mir habe.

